Lyrik gegen den „Corona“-Irrsinn

Es gibt auch Menschen in unserer Leserschaft, die sich dichtend betätigen. Hier ein paar dieser Werke.


Corona (?)

– RA B. Bahner gewidmet –

Ein Hirngespinst erschreckt die Welt,

die es beherrscht, wie`s ihm gefällt.

Der Schrecken Macht ihm angedieh

und ihm die Weltherrschaft verlieh.

Der Schöpfung Krone, das sind wir.

Der Mensch erstrebt in seiner Gier

in allem stets das Maximum

an Macht, Profit, an Geld und Ruhm.

Was verschafft der Macht die Geltung?

Mediale Gleichschaltung,

Herdentrieb und Meinungsdruck,

Gesinnungshype im Einheitslook,

stolzes Sofa-Heldentum

gepaart mit Denunziantentum

bestimmen nun den Status Quo,

doch Volksverdummung ebenso.

Man lenkt uns strikt mit Repression

in furchtsame Isolation.

Gesundheitsschutz sei der Gewinn.

Wo bleibt das Augenmaß, der Sinn?

Der Geist, der wurd‘ heraufbeschwor’n,

hat manch einen zum Wirt erkor`n,

den er mit Angst manipuliert,

Lebendigkeit wird boykottiert.

Der Geist hält uns den Spiegel vor,

kehrt unsre Wesensart hervor,

zeigt, dass das Gleichgewicht, das schief,

benötigt ein Regulativ.

So lässt die Sehnsucht stumm im Innern

schmerzhaft uns daran erinnern,

was uns lieb und teuer war,

was mit des Lebens Wert geschah.

Die Freiheit wurde uns entzogen,

Sicherheit hat überwogen

und forderte harten Verzicht,

Selbstbeschränkung wurde Pflicht.

Was früher galt als ganz normal,

wird im Verlust uns nun zur Qual.

Besuchsverbot, Abwesenheit

führt zu trister Einsamkeit

und Jobverlust, Sozialabstieg

zu Aggression und Bürgerkrieg!?

Das Reise- und Kontaktverbot

vereint uns still in innrer Not.

Statt Selbstbestimmung gilt Hygiene,

Ausgrenzung statt Freundschaftspflege.

Abstand, Maskenpflicht und Hetze

dominieren Freiheitsrechte.

Gehorsam als Gebot der Stunde

macht als Knechtschaft nun die Runde.

Im Gleichschritt und im Einheitsbrei

Justiz, Behörden, Polizei

vollzieh’n im stumpfen Kampfgesang

den selbstgewählten Untergang.

 

Doch offenbart sich mit der Zeit

ein Virus der Verbundenheit,

das gleichfalls streut und wirkt global,

vernetzt uns international,

gibt kund, was uns verbunden hält:

Nur im Gleichklang siegt die Welt

über kollektive Drachen.

Die Rettung ruht im Kinderlachen,

sie sorgt für frohe Leichtigkeit,

die uns von Frust und Angst befreit.

Sie fließt in dem, was Leben bringt,

was jeder Lerchenchor besingt,

was Menschen wesenhaft vereint,

was friedlich nachts der Mond bescheint.

Sie hütet stets die Zuversicht,

dass jedes Dunkel birgt ein Licht.

Frieden, Freiheit, Lebenslust

– das wird uns nun so recht bewusst -,

das freundlich zugewandte Wort

weht Chaos und Zerstörung fort.

Dann wird an diesem lichten Wesen

das Leben und die Welt genesen.

 

 


Die Prophezeiten am Meer

Woge um Woge kommt und geht,
mit jeder von ihnen ein lauter Prophet.
Eines solltet ihr bitte versteh’n,
es ist und bleibt ein Naturphänomen.

Ihr habt so viel Vertrauen verlor’n,
Menschen gestünden sich Fehler ein.
Die Wellen, von euch heraufbeschworen,
erbauen und brechen allein.

Ihr wolltet uns gern in Reih und in Glied,
als hölzerne Pflöcke im Sand.
Es ist und es bleibt das selbe Lied
von eurer erhobenen Hand.

Sorgt euch nicht, ich will euch versprechen
an mir wird nie eine Welle brechen!
Drum seid doch bitte vernünftig,
nehmt zu eurem Tun Einsfünfzig.


Mein Land

( nach Volker Braun: Eigentum)

Da bin ich nun
mein Land lebt von den Resten,
Krieg den Hütten, Friede den Palästen.
Was hat ihm diesen Tritt versetzt.
Es wirft sich weg und seine magre Zierde,
dem Winter folgt der Sommer der Begierde,
Frei der, der sich jetzt impfen lässt.

Krieg den Cafes mit seinen Gästen.
Krieg den Schulen, vermummt in Masken.
Du willst ruhen, du willst rasten?
Krieg deinen Freunden, nur der ist‘s, der sich hat testen lassen.

Krieg deinen Worten, deinem Denken, die will man nur von oben lenken.
Krieg deinem Gott der Nächstenliebe, du selbst erteilst ihm diese Hiebe.
Malst Regenbögen für die Welt, derweil dein Lebenssinn zerfällt.

Was ich oft nie benutzt, wird mir entrissen.
Was ich nicht lebte, werd ich nun ewig missen?
Die Angst, die lag im Weg wie eine Falle.
Mein Mensch sein, hat jetzt wer auf seiner Kralle?
Wann sag ich wieder „frei“ und meine alle.

Ch.Proksch


Das Puppenhaus

Friedrich Lirek *2020

Politiker wählen Experten aus,
wer nicht gewählt ist, hat keiner zu sein.
Daraus baut man dann ein Puppenhaus
und schmeißt die Kritik im Bogen hinaus
und zieht selber ein.

Den Püppchen setzt man Masken auf
und lässt sie abends nicht mehr raus,
sie dürfen nicht auf Reisen geh’n
und haben sonst auch stramm zu steh’n.
Wird hier klammheimlich Recht verletzt?
Denn anders ist’s im Grund gesetzt!

Es klopft am Tor die große Welt,
die Zeit schaut auch hinein.
Und Bilder kommen wie bestellt
und wenn sie keiner daran hält,
dann kommen sie herein.

Ums Puppenhaus wird konstruiert,
darauf ist man sehr stolz.
Man rechnet, schätzt und extrapoliert
und alles wird fleißig aufkumuliert,
der Weg, der ist aus Holz.

Und eines Tages geschieht es dann doch,
dann knabbern die Mäuse von den Straßen
ein Loch.
Nun hat man „die Plage“ im ganzen Haus
und zieht gezwungenermaßen
aus.

Das geschieht dann, als wäre rein gar nichts gewesen,
doch daran muss eine Gesellschaft genesen.


Weihnachtsgruß 2020   Friedrich Lirek

Ein Jahr, dem das Lächeln verging,
vor dem ein keimfreier Vorhang hing,
den man öffnete und schloss, so wie’s grad gelegen,
mit Gottes oder mit sonst wessen Segen.

In diesem Jahr – ein Innehalten,
bestimmt von anderen Gewalten,
von welchen? – Vor denen die Dinge verblassen,
das zu sagen bleibt jedem selbst überlassen.

Es hatte noch nie Bestand,
wer oder was sich mühte,
das Untrennbare zu trennen.

Denn wir haben es in der Hand,
den Zauber dieser Blüte
beim rechtmäßigen Namen zu nennen.

So lasst uns nahe sein einander,
näher noch als sonst und zugewandter.

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Märchenpolitik       Friedrich Lirek *2021

Die Lage mal nüchtern geseh’n
ist nüchtern nicht mehr zu versteh’n:

„Journalisten“ im Reigen,
mit Zeilen – ganz hässliche.

Zauberbohnenbalken steigen
ins unermessliche.

Bürger, die nicken und schweigen.
Und Manche, die zeigen
auf Unmaskierte oder Vergessliche.

Als „Potjomkinsches Dorf“ verziert,
sind Medien und Politik liiert.
Und treiben ganz dreckige Dinge.
Als ob es hier noch um Wahrheit ginge…

Das Gespensterschiff ist kurz vor dem Sinken,
und dennoch ist man recht bemüht,
die Suppe, viel zu heiß aufgebrüht,
jetzt hastig zu trinken.

Wenn ihr euch mal nicht an der Eitelkeit stoßt,
… dann Prost!

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